Tividens Nationalpark – drei Tage

Wir haben einen neuen Nationalpark entdeckt und zwar zwischen den beiden großen Seen Vänern und Vättern: den Tividens Nationalpark. Er gefiel uns so gut, dass wir gleich drei Tage hintereinander in ihm unterschiedlichen Routen wanderten und eintauchten in die echt super abwechslungsreiche Natur. Es ging recht oft rauf und runter und vor allen Dingen über zahreiche Wurzeln und umgefallen Bäume. Es war wie in allen Nationalparks hier: die Natur wird so wachsen gelassen wie sie wächst und das gibt dem ganzen einen unheimlichen ursprünglichen Charme, oft beschrieben als „Altwald“. Wir folgten an den drei Tagen den lila, blauen und roten Markierungen, wo man sich wirklich nicht verlaufen kann, und jeder kleinste Anstieg wurde mit einer tollen Aussicht auf einen See mit unzähligen Miniinseln oder einem weiten Blick über die Baumkronen hinweg belohnt. Da Ostern war, waren die Parkplätze an jedem Tag recht gut gefüllt, jedoch zerläuft es sich in dem Nationalpark selbst ungemein, sodass man auch hier wieder viel Einsamkeit, Stille und Ruhe findet. Zudem sind die Schweden einfach auch ein gesellschaftliches Genussvolk, heißt, man packt an Feiertagen ordentliche Mengen an leckeren Barbecue-Zutaten zusammen, lädt sie zusammen mit Familienangehörigen und Freunden in Autos und fährt zum Nationalpark, wo es zahlreiche öffentliche, kostenfreie Grillplätze gibt inklusive traumhafter Sicht.


Eine interessante Tatsache nebenbei: Es gibt an diesen Plätzen keinen Verkauf von Getränken oder Essen. Der Ort wird nicht zum „Geld verdienen“ genutzt, sondern es scheint, dass es schlichtweg darum geht, Natur und Gemeinschaft/Gesellschaft zu genießen. Eine schöne Grundstimmung schwebt daher an diesen Orten vielleicht auch durch diesen Fakt mit. Jeder organisiert sich selbst und auch sind die Plätze immer mega frei von Müll, Holz steht kostenfrei zur Verfügung und Trockentoiletten (inkl. vorhandenem Klopapier und Desinfektionsspender) kann man echt entspannt benutzen.


Aber zurück zum Wandern im Nationalpark. Die Wanderungen waren lediglich zwischen 6 und 10 Kilometer lang, aber da es wie gesagt viel rauf und runter ging und viele Wurzeln, Bäume, Steine und Bachläufe gab, musste jeder Schritt gut überlegt sein, um nicht zu stolpern oder auszurutschen. Folglich schaut man mehr nach unten als in die Ferne, sodass wir natürlich auch immer wieder stehen blieben, um einfach mal uns in Ruhe umzugucken. Mack genießt diese Wanderungen auch immer sehr, was man ihm anmerkt und ansieht und spätestens bei den Pausen er ganz schnell die Augen schließt, weil er so erschöpft vom vielen Entdecken ist. Es gibt beeindruckende große Felsen hier, an denen man fast schon ehrfürchtig hochschaut und die moosreichen und grünen Nadel- und Birkenwälder drumherum wirken manchmal fast schon märchenhaft. Wir waren echt super froh, dass wir diesen Nationalpark neu entdeckt haben. Einen Stellplatz für unseren Caddy zum Schlafen fanden wir immer ca. 15 Minuten entfernt an kleinen Seen, die primär zum Angeln genutzt werden.

2 Kommentare zu „Tividens Nationalpark – drei Tage

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